Mülltrennung: Deutliche Unterschiede
zwischen Jung und Alt

Ältere sind überzeugter vom eigenen Engagement – Jüngere 
fühlen sich weniger gut informiert

EsRap_Herbert Prohaska_Anna Strigl © VKS

Wien, am 30. September 2026. Eine Analyse der Initiative ÖSTERREICH SAMMELT auf Basis von drei repräsentativen Befragungen aus 2025 und 2026 zeigt deutliche Altersgruppenunterschiede rund um die getrennte Sammlung von Abfällen und Verpackungen. Während 85 Prozent der Personen über 50 angeben, im Alltag „sehr“ darauf zu achten, sagen dies bei den 16- bis 29-Jährigen nur 50 Prozent der Befragten. Auch bei der Einschätzung des eigenen Informationsstands zeigen sich deutliche Generationsunterschiede. ÖSTERREICH SAMMELT greift das Generationenthema nun auch in der Bewusstseinsarbeit auf und setzt mit Fußball Legende Herbert Prohaska, Influencerin Anna Strigl und dem Hip-Hop-Duo EsRap gezielt auf Vorbilder aus unterschiedlichen Altersgruppen und Lebenswelten.

Die Befragungen wurden 2025 und 2026 im Auftrag von ÖSTERREICH SAMMELT zu unterschiedlichen Themen rund um die getrennte Sammlung von Verpackungsabfällen und Abfallvermeidung durchgeführt. Dabei zeigen sich insbesondere bei Fragen zum Informationsstand sowie zum eigenen Verhalten deutliche Unterschiede.

Auf den ersten Blick wirkt der Befund überraschend. Laut Statistik Austria halten sowohl bei den 15- bis 19-Jährigen als auch bei den 20- bis 29-Jährigen mehr als acht von zehn einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz für wichtig – etwa so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Die zurückhaltenderen Angaben Jüngerer zur Mülltrennung sollten daher nicht mit fehlendem Interesse an Umweltfragen gleichgesetzt werden. 

Nicht nur eine Frage des Umweltbewusstseins

Der Verhaltens- und Klimapsychologe Prof. Thomas Brudermann ordnet ein: „Für viele heute Ältere gehörten Abfallvermeidung und Mülltrennung schon früh zu den zentralen Umweltthemen. Jüngere Menschen wachsen dagegen mit einer größeren Bandbreite an Klima- und Umweltfragen auf. Auch durch höhere Mobilität in jüngeren Lebensphasen 
entstehen womöglich mehr konkrete Zweifelsfälle welche Trennregeln gelten. Weniger Sicherheit bei der eigenen Informiertheit muss also nicht automatisch weniger Interesse bedeuten.“  

Bei den Angaben zum eigenen Verhalten ist laut Brudermann außerdem zu berücksichtigen, dass insbesondere beim Thema Mülltrennung die gesellschaftliche Erwartung Selbstauskünfte beeinflussen kann – was möglicherweise auch zur besonders 
positiven Selbsteinschätzung Älterer beiträgt. Wie viel dieser soziale Faktor zum Abstand zwischen den Altersgruppen beiträgt, lässt sich aus den Umfragen nicht bestimmen. 

Die Jugendforscherin Prof. Natalia Wächter von der Universität Graz verweist auf die Lebensphase als weiteren möglichen Faktor: „Junge Menschen müssen erst in Routinen wie die korrekte getrennte Sammlung von Abfällen hineinwachsen. Wenn die Eltern das zuhause organisieren, muss man sich selbst nicht darum kümmern. Je mehr man selbst verantwortlich ist, umso mehr Wissen sammelt man an.“ Sie betont auch die Vorbildrolle der Eltern: „Wenn zu Hause nicht getrennt wird, woher soll man es lernen oder einüben?“ 

Vorbilder motivieren zum Mitmachen

Bei allen Altersunterschieden zeigt sich auch eine gemeinsame Grundlage: In jeder Altersgruppe gibt insgesamt eine deutliche Mehrheit an, im Alltag grundsätzlich auf die Trennung von Abfall und Verpackungen zu achten – wenn auch unterschiedlich stark. 
Daran knüpft ÖSTERREICH SAMMELT nun mit der Kampagne „Sammelheld:innen“ an. Sie zeigt Vorbilder aus unterschiedlichen Generationen und Lebenswelten, die auf Plakaten und in kurzen Videos ihre persönlichen Gründe fürs Sammeln teilen. Dafür wird mit Fußball-Legende Herbert Prohaska, Influencerin Anna Strigl und dem Hip-Hop-Duo EsRap 
gearbeitet. Sie regen Bürger:innen jeden Alters dazu an, auch selbst Sammelheld:in zu werden: Über eine virtuelle „Mitmach-Wall“ kann jede:r ein eigenes Bild mit einem Sammelgrund gestalten und teilen – und so auch andere inspirieren.  

„Mülltrennung ist eine Generationenaufgabe. Die Umfragen zeigen, wo weiterhin Informations- und Motivationsarbeit nötig ist: Wir müssen Menschen in allen Lebensphasen erreichen und sichtbar machen, dass in jeder Generation bereits viele mitmachen“, sagt Andreas Pertl, Sprecher von ÖSTERREICH SAMMELT und Geschäftsführer der Verpackungskoordinierungsstelle (VKS). 

Hinweis für Medien: 
Andreas Pertl, Sprecher ÖSTERREICH SAMMELT und Geschäftsführer der 
Verpackungskoordinierungsstelle (VKS), steht für Interviews zur Verfügung.

Link zur Mitmach-Wall von ÖSTERREICH SAMMELT:  
https://mitmachen.oesterreich-sammelt.at/

Pressedownload: 
https://drive.vks-gmbh.at/s/FwRCwKXann4qQtK 

Quellen: 
Umfragen im Auftrag von ÖSTERREICH SAMMELT:  - 
Market Institut, Befragung zu Abfallvermeidung und Mülltrennung, 2025 
(österreichische Bevölkerung von 16 bis 75 Jahren; n = 2.000) - - 
Marketagent, „Informationsstand gelbe Tonne“, Dezember 2025 (österreichische 
Bevölkerung von 14 bis 75 Jahren; n = 1.000)  
Market Institut, Befragung zur Mülltrennung in Wohnhausanlagen, 2026 (Bewohner 
von Mehrparteienhäusern; n = 2.000) 
Weitere Quelle: Statistik Austria, Mikrozensus „Umweltbedingungen und Umweltverhalten 
2023“, dargestellt im Beitrag „Grüne Generation?“, STATjournal 1/2026, S. 31.  

Pressekontakt: 
Florian Lems 
 
0699-1161 3887 
Britta Tivan 
 
01-9969668-28 

Über ÖSTERREICH SAMMELT 
Die Initiative ÖSTERREICH SAMMELT informiert über alle Themen rund um das Vermeiden, getrennte Sammeln und Recyceln von Verpackungen und schafft Bewusstsein, um das achtlose Wegwerfen von Abfällen in unserer Umwelt zu verhindern. Organisatorin von ÖSTERREICH SAMMELT ist die Verpackungskoordinierungsstelle gemeinnützige Gesellschaft mbH (kurz VKS). 

Träger der Initiative sind die Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen:   
ARA – Altstoff Recycling Austria AG  
Austria Glas Recycling GmbH  
Bonus Holsystem für Verpackungen GmbH & Co. KG  
European Recycling Platform (ERP) Austria GmbH 
Interzero Circular Solutions Europe